Bäder - Heilquellen Marienbad

Ambrosiusbrunnen in Marienbad

Der Ambrosiusbrunnen gehört in die vierte Gruppe der Marienbader Mineralquellen. Er besteht aus drei Quellaustritten mit ähnlicher chemischer Zusammensetzung. Es handelt sich um schwach mineralisierte, eisenhaltige (II)Sauerbrunnen, die aufgrund des hohen Eisengehaltes bei einigen Formen von Blutarmut (Anämie), Erkrankungen der Harnwege und besonders bei Lithiase (Gallensteine) genutzt werden.

Waldbrunnen in Marienbad

Der Waldbrunnen ist besonders bekannt für seine Trinkkuren und Inhalationen. Anwendungen empfehlen sich bei Erkrankungen der oberen Atemwege sowie des Gastrointestinaltraktes. Er eignet sich ebenfalls für die Behandlung einiger urologischer Erkrankungen wie zum Beispiel Harnsteinen.

Karolinenbrunnen in Marienbad

Der Karolinenbrunnen ist chemisch ein Hydrogenkarbonat-Natrium-Sulfat-Eisen(II)Sauerbrunnen, der in die vierte Gruppe der Marienbader Mineralquellen gehört. Wegen seines hohen Magnesiumgehaltes (das Kalzium-Magnesium-Verhältnis beträgt 2:5) wird das Wasser des Brunnens bei urologischen Erkrankungen sowie bei der Behandlung von Nierensteinen verwendet, da Magnesium gegen die Bildung solcher krankhaften Gebilde (Steine) wirkt.

Rudolfbrunnen in Marienbbad

Der Rudolfbrunnen ist chemisch ein Hydrogenkarbonat-Natrium-Kalzium-Magnesium-Eisen (II)-Sauerbrunnen, der in die dritte Gruppe der Marienbader Mineralquellen gehört. Wegen seiner harntreibenden Wirkung wird er bei Erkrankungen von Nieren und Harnwegen genutzt. Er zeichnet sich durch seinen hohen Kalziumgehalt aus (das Kalzium- Magnesium-Verhältnis beträgt 5:4). Deshalb ist die Trinkkur eine geeignete Ergänzungstherapie bei der Behandlung von Osteoporose. 

Marienquelle in Marienbad

Diese Quelle wird aus einem mächtigen Gasvorkommen gespeist, das aus dem Erdinneren an die Oberfläche gelangt. Das sog. Marienbader Gas enthält 99,7 %  CO² und wird in Form trockener Gasbäder und Gasinjektionen verabreicht. Diese Anwendungen gewinnen mehr und mehr an Popularität, da neben der Senkung des Blutdrucks, der Verbesserung der Herztätigkeit die Durchblutung der unteren Gliedmaße erreicht wird. Das Naturheilgas wird darüber hinaus in Form von unter die Haut gespritzten Injektionen bei Erkrankung der Gelenke, der Wirbelsäule und bei ischämischer Herzerkrankung angewendet.

Kreuzquelle in Marienbad

Die Kreuzquelle wird wegen ihrer therapeutischen Wirkung vor allem bei Erkrankungen des Verdauungstraktes (Magen-, Darm-, Gallen-, Leber- und Pankreaskrankheiten), bei Stoffwechselerkrankungen (Fettleibigkeit, Gicht, Diabetes mellitus) sowie bei Allergieerkrankungen, die durch Verdauungsstörungen bedingt sind, genutzt. Die Anwesenheit von Sulfaten (schwefelsauren Salzen) im Wasser ruft eine verdauungsfördernde Wirkung hervor.

Ferdinandquelle in Marienbad

Die Ferdinandquelle besteht aus sieben Sprudelquellen. Für die Trinkkur ist die Quelle Ferdinand verfügbar. In ihrer Zusammensetzung entspricht sie der Kreuzquelle, ist jedoch etwas mineralhaltiger. Die Ferdinandquelle liefert auch das Tafelwasser unter dem Namen Excelsior.

Peloide in Marienbad

Peloide sind Sedimente organischen und auch mineralischen Ursprungs und gehören zu den klassischen natürlichen Heilmitteln. Es ist aufbereiteter Schlamm, Moor oder Torf. Nach einer Erwärmung werden diese Heilmittel in Form von Umschlägen oder Kompressen angewendet.